Erinnerungsort an der HSD

Sophie Sanders (geb. Baum)

26.11.1901 Süchteln – 07.09.1942 Łódź

Sophie Sanders wurde als Tochter des Viehhändlers und Metzgers Leopold und seiner Frau Jenni Baum Baum in Süchteln geboren. Sophie heiratete am 28.12.1929 den Viehhändler Isidor Isaak Sanders und zog mit ihm nach Kaldenkirchen. Sie wohnten dort in der Bahnhofstraße 77 im Haus ihrer Schwiegereltern. Am 29.6.1930 wurde ihr Sohn Erich in Kaldenkirchen geboren. Als Erich sechs Jahre alt war zogen sie nach Süchteln zu Sophies Eltern. Erich konnte dort keine allgemeine  Schule mehr besuchen und wurde daher in der jüdischen Schule in Krefeld eingeschult. 1937 war er das einzige jüdische Kind in Süchteln, das schulpflichtig war und in Krefeld die Schule besuchte. Am 28.10.1939 musste Sophie zusammen mit Isidor und Erich nach Düsseldorf in eine Zwangsunterkunft, ein sog. Judenhaus (Geibelstraße 39), ziehen. Die Familie wurde am 27.10.1941 mit dem ersten Deportationstransport aus Düsseldorf in das Ghetto „Litzmannstadt“ deportiert. Isidor starb bereits am 8.7.1942 im Ghetto aufgrund der katastrophalen Ernährungslage und auch Sophie wurde mehrmals in das Ghetto-Krankenhaus  eingeliefert. Am 7.9.1942 starb auch sie, als Todesursache wurde „Herzversagen“ angegeben. Ihr allein zurückgebliebener Sohn Erich wurde kurz darauf „ausgesiedelt“, d.h. im Mordlager Chelmno vergast.

 

Text: Jule Schouren

Stammbaum

Stammbaum

Der Stammbaum wird aktuell überarbeitet und ist bald wieder verfügbar. Vielen Dank für Ihre Geduld.